TL;DR – Probefahrt-Dauer auf einen Blick: Eine Probefahrt beim Händler dauert durchschnittlich 30 bis 60 Minuten. Die tatsächliche Dauer hängt von der Marke, dem Fahrzeugtyp und den individuellen Vereinbarungen ab. Bei Elektrofahrzeugen sind längere Probefahrten üblich, um Reichweite und Ladeverhalten zu testen. Einige Händler bieten auch 24-Stunden-Probefahrten an. Beim Privatverkauf ist die Dauer frei verhandelbar. In diesem Ratgeber erfährst du alles über optimale Probefahrt-Zeiten und wie du das Beste aus deiner Testfahrt herausholst.

Wie lange dauert eine Probefahrt im Durchschnitt?

Die Dauer einer Probefahrt variiert erheblich, je nachdem, wo und mit welchem Fahrzeug die Testfahrt stattfindet. Im Durchschnitt dauert eine Probefahrt beim Autohändler zwischen 30 und 60 Minuten. In dieser Zeit haben Kaufinteressenten die Möglichkeit, das Fahrzeug auf verschiedenen Straßentypen zu testen und sich einen umfassenden Eindruck von Fahrverhalten, Komfort und Ausstattung zu verschaffen.

Die durchschnittliche Probefahrt-Dauer hat sich in den letzten Jahren verändert. Während früher eine kurze Runde um den Block üblich war, bieten heute viele Händler ausgiebigere Testfahrten an. Der Grund: Moderne Fahrzeuge verfügen über zahlreiche Assistenzsysteme und technische Features, die sich erst bei einer längeren Fahrt vollständig erleben lassen. Insbesondere bei Elektrofahrzeugen ist eine längere Probefahrt sinnvoll, um das Fahrgefühl, die Rekuperation und die Reichweite im Alltag zu beurteilen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass es keine gesetzliche Mindest- oder Höchstdauer für eine Probefahrt gibt. Die Dauer wird individuell zwischen dem Fahrzeughalter und dem Interessenten vereinbart und sollte im Probefahrt-Vertrag festgehalten werden.

Probefahrt-Dauer nach Marken und Händlern

Die angebotene Probefahrt-Dauer variiert von Hersteller zu Hersteller und von Händler zu Händler. Einige Marken sind für besonders großzügige Probefahrt-Angebote bekannt, während andere eher kurze Testfahrten vorsehen.

Premium-Marken: Längere Probefahrten

Premium-Hersteller wie BMW, Mercedes-Benz, Audi, Porsche und Tesla bieten in der Regel längere Probefahrten an. Dies liegt zum einen an der komplexen Technik und den zahlreichen Ausstattungsmerkmalen, die getestet werden wollen, und zum anderen an der höheren Preisklasse, die eine sorgfältigere Kaufentscheidung rechtfertigt. Bei diesen Marken sind Probefahrten von 60 bis 90 Minuten keine Seltenheit, und manche Händler ermöglichen sogar ganztägige oder mehrtägige Testfahrten.

Besonders Tesla hat mit seinem Probefahrt-Konzept neue Maßstäbe gesetzt. Kaufinteressenten können in vielen Tesla-Stores eine Probefahrt buchen, die in der Regel 30 bis 45 Minuten dauert. Bei besonderen Aktionen bietet Tesla auch Übernacht-Probefahrten an, bei denen der Interessent das Fahrzeug für einen ganzen Tag oder sogar ein Wochenende testen kann.

Volumenmarken: Standard-Probefahrten

Bei Volumenmarken wie Volkswagen, Opel, Ford, Skoda oder Hyundai liegt die typische Probefahrt-Dauer zwischen 20 und 45 Minuten. Diese Hersteller setzen auf effiziente Probefahrt-Prozesse, bei denen der Verkaufsberater in der Regel als Beifahrer mitfährt und das Fahrzeug während der Fahrt erklärt. Die Strecke ist oft vorgegeben und umfasst verschiedene Straßentypen in der Umgebung des Autohauses.

Elektrofahrzeug-Marken: Erweiterte Probefahrten

Hersteller von Elektrofahrzeugen wie Tesla, Polestar, BYD oder die Elektromodelle etablierter Marken bieten häufig erweiterte Probefahrten an. Der Grund: Wer von einem Verbrenner auf ein E-Auto umsteigen möchte, braucht mehr Zeit, um sich an das neue Fahrgefühl zu gewöhnen und die Besonderheiten eines Elektroantriebs kennenzulernen. Probefahrten von 60 Minuten bis zu mehreren Tagen sind bei Elektrofahrzeugen üblich.

Faktoren, die die Probefahrt-Dauer beeinflussen

Die tatsächliche Dauer einer Probefahrt hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wer diese Faktoren kennt, kann besser planen und eine angemessene Probefahrt-Zeit vereinbaren.

Fahrzeugtyp und -klasse

Die Art des Fahrzeugs hat einen erheblichen Einfluss auf die Probefahrt-Dauer. Ein Kleinwagen für den Stadtverkehr erfordert weniger Testzeit als ein großer SUV oder eine Limousine mit umfangreicher Technik. Sportwagen und Performance-Fahrzeuge benötigen ebenfalls mehr Zeit, da die Fahrleistungen auf einer kurzen Runde kaum zu beurteilen sind. Wohnmobile und Nutzfahrzeuge erfordern aufgrund ihrer Größe und speziellen Fahreigenschaften ebenfalls längere Probefahrten.

Antriebsart

Die Antriebsart ist ein entscheidender Faktor für die Probefahrt-Dauer. Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride erfordern eine längere Testzeit als konventionelle Verbrenner. Bei einem Elektrofahrzeug sollten Kaufinteressenten genügend Zeit einplanen, um die Rekuperation beim Bremsen zu testen, das Fahrverhalten bei verschiedenen Geschwindigkeiten zu erleben, die Beschleunigung und das Drehmomentverhalten zu spüren, die Reichweitenanzeige unter realen Bedingungen zu beobachten und die Bedienung des Infotainmentsystems inklusive Ladestation-Navigation zu testen.

Kenntnisstand des Fahrers

Ein erfahrener Autofahrer, der bereits mehrere Fahrzeuge besessen hat, benötigt in der Regel weniger Zeit als jemand, der zum ersten Mal ein Auto kauft. Wer zum ersten Mal ein Elektrofahrzeug oder ein Fahrzeug mit umfangreichen Assistenzsystemen fährt, braucht mehr Zeit, um sich mit den Besonderheiten vertraut zu machen.

Kaufabsicht und Verhandlungsphase

Die Probefahrt-Dauer hängt auch von der Kaufabsicht ab. Wer sich bereits für ein bestimmtes Modell entschieden hat und nur noch eine finale Bestätigung sucht, braucht weniger Zeit als jemand, der mehrere Modelle vergleicht. Manche Händler bieten deshalb eine Erst-Probefahrt und eine Zweit-Probefahrt an, wobei die zweite Fahrt länger und ausführlicher sein kann.

Wochentag und Tageszeit

An Wochenenden und Feiertagen, wenn die Nachfrage nach Probefahrten hoch ist, kann die verfügbare Zeit pro Kunde kürzer sein als an einem ruhigen Wochentag. Wer eine ausgiebige Probefahrt wünscht, sollte daher einen Termin unter der Woche vereinbaren, idealerweise am Vormittag. Zu dieser Zeit sind die Straßen weniger befahren, und der Verkaufsberater hat mehr Zeit für eine ausführliche Beratung.

Probefahrt-Dauer: Händler vs. Privatverkauf

Die Rahmenbedingungen und die typische Dauer einer Probefahrt unterscheiden sich erheblich zwischen dem Händler und dem Privatverkauf.

Probefahrt-Dauer beim Händler

Beim Händler ist die Probefahrt-Dauer in der Regel auf einen festen Zeitrahmen begrenzt. Der Händler muss seine Fahrzeuge effizient verwalten und kann nicht jedem Interessenten unbegrenzt Zeit einräumen. Typische Probefahrt-Dauern beim Händler sind Kurzprobefahrt mit 15 bis 20 Minuten für einen ersten Eindruck, Standardprobefahrt mit 30 bis 60 Minuten als die häufigste Variante, Erweiterte Probefahrt mit 2 bis 4 Stunden für eine intensive Testfahrt und 24-Stunden-Probefahrt beziehungsweise Wochenend-Probefahrt für den ultimativen Alltagstest.

Viele Händler bieten online die Möglichkeit, eine Probefahrt zu buchen und dabei die gewünschte Dauer anzugeben. So kann der Händler im Vorfeld planen und sicherstellen, dass das gewünschte Fahrzeug zum vereinbarten Zeitpunkt zur Verfügung steht.

Probefahrt-Dauer beim Privatverkauf

Beim Privatverkauf ist die Probefahrt-Dauer frei verhandelbar. In der Praxis fallen Probefahrten bei Privatverkäufern oft kürzer aus als beim Händler, da der Verkäufer sein eigenes Fahrzeug ungern für längere Zeit einem Fremden überlässt. Typische Probefahrten beim Privatverkauf dauern 15 bis 30 Minuten.

Es ist jedoch durchaus möglich, mit dem Verkäufer eine längere Probefahrt zu vereinbaren, insbesondere wenn ein konkretes Kaufinteresse besteht. Wichtig ist, dass die Dauer im Probefahrt-Vertrag festgehalten wird und der Versicherungsschutz für den gesamten Zeitraum gewährleistet ist.

Elektrofahrzeug vs. Verbrenner: Unterschiedliche Probefahrt-Anforderungen

Die Probefahrt mit einem Elektrofahrzeug unterscheidet sich grundlegend von der Probefahrt mit einem Verbrenner. Das betrifft nicht nur die Dauer, sondern auch die Aspekte, die während der Fahrt getestet werden sollten.

Probefahrt mit einem Elektrofahrzeug

Eine Probefahrt mit einem Elektrofahrzeug sollte mindestens 60 Minuten dauern, idealerweise sogar länger. Der Grund: E-Autos haben ein völlig anderes Fahrverhalten als Verbrenner. Die sofortige Drehmomententfaltung, die Rekuperation beim Bremsen, das leise Fahren und die spezifische Ladeinfrastruktur-Navigation erfordern Zeit zum Kennenlernen und Bewerten.

Bei einer 60-minütigen Probefahrt mit einem E-Auto solltest du folgende Aspekte testen:

  • Beschleunigung: Die sofortige Drehmomentabgabe vom Stand weg ist ein Alleinstellungsmerkmal von E-Autos und sollte auf einer geraden Strecke getestet werden.
  • Rekuperation: Teste die verschiedenen Rekuperationsstufen und das One-Pedal-Driving, falls verfügbar.
  • Reichweite: Beobachte, wie sich die Reichweitenanzeige bei verschiedenen Fahrweisen verändert.
  • Geräuschniveau: Das leise Fahren eines E-Autos ist für viele Umsteiger ungewohnt. Teste, ob dich die Stille stört oder ob du sie genießt.
  • Ladevorgang: Wenn möglich, teste den Ladevorgang an einer öffentlichen Ladesäule.
  • Infotainment: Moderne E-Autos haben oft große Touchscreens mit zahlreichen Funktionen. Nimm dir Zeit, das System zu erkunden.
  • Assistenzsysteme: Teste die Fahrassistenten wie Autopilot, Spurhalteassistent und adaptiven Tempomat auf der Autobahn.

Probefahrt mit einem Verbrenner

Bei einem konventionellen Verbrenner reicht in der Regel eine Probefahrt von 30 bis 45 Minuten aus. Die meisten Autofahrer sind mit dem Fahrverhalten eines Verbrennungsmotors vertraut und können das Fahrzeug schneller einschätzen. Dennoch sollte die Probefahrt lang genug sein, um verschiedene Aspekte zu testen.

Wichtige Testaspekte bei einem Verbrenner sind das Schaltverhalten (bei Schaltgetriebe und Automatik), die Motorleistung bei unterschiedlichen Drehzahlen, das Handling in Kurven und bei schnellen Richtungswechseln, die Bremsleistung, das Fahrwerk und der Komfort auf verschiedenen Untergründen, die Lautstärke bei verschiedenen Geschwindigkeiten sowie Sitzkomfort und Ergonomie.

Tipps für die optimale Probefahrt-Dauer

Um das Maximum aus deiner Probefahrt herauszuholen, solltest du die verfügbare Zeit gut planen. Hier sind praktische Tipps, die dir helfen, die optimale Probefahrt-Dauer festzulegen und die Zeit effektiv zu nutzen.

Vor der Probefahrt: Vorbereitung ist alles

  1. Recherchiere vorab: Informiere dich vor der Probefahrt über das Fahrzeug. Lies Testberichte, schaue Videos und studiere die technischen Daten. So verschwendest du keine kostbare Probefahrt-Zeit mit Fragen, die du vorher klären kannst.
  2. Erstelle eine Checkliste: Schreibe dir auf, welche Aspekte du während der Probefahrt testen möchtest. So vergisst du nichts und kannst die Zeit effizient nutzen.
  3. Plane die Route: Überlege dir im Vorfeld, welche Strecken du fahren möchtest. Eine gute Probefahrt-Route umfasst Stadtverkehr, Landstraße und nach Möglichkeit Autobahn.
  4. Termin vereinbaren: Buche die Probefahrt vorab und teile dem Händler deine Wünsche bezüglich Dauer und Strecke mit.
  5. Zeit einplanen: Plane mehr Zeit ein, als die reine Probefahrt-Dauer beträgt. Du brauchst Zeit für die Formalitäten vor der Fahrt, die Fahrzeugeinweisung und das Nachgespräch.

Während der Probefahrt: Zeit effektiv nutzen

  1. Sitz und Spiegel einstellen: Nimm dir zu Beginn ausreichend Zeit, um Sitz, Lenkrad und Spiegel optimal einzustellen. Nur so kannst du das Fahrzeug fair beurteilen.
  2. Verschiedene Straßentypen: Teste das Fahrzeug in der Stadt, auf der Landstraße und auf der Autobahn. Jeder Straßentyp zeigt andere Eigenschaften des Fahrzeugs.
  3. Alltagssituationen simulieren: Fahre Strecken, die du im Alltag regelmäßig fährst. Teste das Einparken, das Rangieren in engen Straßen und das Fahren in der Tiefgarage.
  4. Beifahrer mitnehmen: Wenn möglich, nimm eine Vertrauensperson als Beifahrer mit. Vier Ohren hören mehr als zwei, und ein zweiter Eindruck kann wertvoll sein.
  5. Pausen machen: Bei längeren Probefahrten sind kurze Pausen sinnvoll, um Eindrücke zu verarbeiten und Notizen zu machen.

Nach der Probefahrt: Eindrücke festhalten

Direkt nach der Probefahrt solltest du deine Eindrücke festhalten. Notiere, was dir positiv und negativ aufgefallen ist, und vergleiche deine Beobachtungen mit deiner vorab erstellten Checkliste. Wenn du mehrere Fahrzeuge vergleichst, hilft eine strukturierte Bewertung dabei, die richtige Entscheidung zu treffen.

Was sollte man in der Probefahrt-Zeit alles testen?

Die verfügbare Probefahrt-Zeit sollte effektiv genutzt werden, um alle relevanten Aspekte des Fahrzeugs zu testen. Hier ist eine umfassende Liste der wichtigsten Testpunkte, gegliedert nach Kategorien.

Fahrverhalten und Leistung

  • Beschleunigung: Wie schnell beschleunigt das Fahrzeug aus dem Stand und aus dem Rollen?
  • Bremsverhalten: Wie reagieren die Bremsen? Gibt es Geräusche oder ein schwammiges Gefühl?
  • Lenkung: Wie direkt und präzise ist die Lenkung? Gibt es einen toten Punkt in der Mittellage?
  • Fahrwerk: Wie liegt das Fahrzeug auf der Straße? Wie reagiert es auf Unebenheiten?
  • Kurvenstabilität: Wie verhält sich das Fahrzeug in schnellen Kurven?
  • Getriebe: Schaltet die Automatik sanft und zum richtigen Zeitpunkt? Wie fühlt sich das manuelle Schalten an?

Komfort und Ergonomie

  • Sitzkomfort: Sind die Sitze bequem, auch nach längerer Fahrt? Bieten sie ausreichend Seitenhalt?
  • Geräuschniveau: Wie laut ist es im Innenraum bei verschiedenen Geschwindigkeiten?
  • Klimaanlage: Funktioniert die Klimaanlage effektiv und geräuscharm?
  • Übersichtlichkeit: Wie gut ist die Rundumsicht? Gibt es tote Winkel?
  • Bedienelemente: Sind alle Schalter und Regler gut erreichbar und intuitiv bedienbar?
  • Kofferraum: Ist der Kofferraum groß genug für deine Bedürfnisse? Wie praktisch ist die Beladung?

Technik und Assistenzsysteme

  • Infotainment: Ist das Navigationssystem intuitiv? Funktioniert die Smartphone-Integration?
  • Assistenzsysteme: Wie gut funktionieren Spurhalteassistent, Abstandstempomat und Einparkhilfe?
  • Konnektivität: Lässt sich dein Smartphone problemlos verbinden (Bluetooth, CarPlay, Android Auto)?
  • Rückfahrkamera: Ist das Bild der Kamera klar und die Hilfslinien hilfreich?

24-Stunden-Probefahrten und Langzeit-Testfahrten

Immer mehr Autohändler und Hersteller bieten 24-Stunden-Probefahrten oder sogar mehrtägige Testfahrten an. Diese erweiterten Probefahrten ermöglichen es Kaufinteressenten, das Fahrzeug unter realen Alltagsbedingungen zu testen und eine fundierte Kaufentscheidung zu treffen.

Vorteile von 24-Stunden-Probefahrten

  • Alltagstest: Du kannst das Fahrzeug im echten Alltag testen – den Weg zur Arbeit, den Einkauf, die Fahrt zu Freunden.
  • Langstreckenkomfort: Nur bei einer längeren Fahrt zeigt sich, ob die Sitze auch nach Stunden noch bequem sind.
  • Verbrauchstest: Der tatsächliche Verbrauch lässt sich nur bei einer realistischen Nutzung ermitteln.
  • Emotionale Bindung: Eine längere Probefahrt ermöglicht es dir, eine emotionale Verbindung zum Fahrzeug aufzubauen – oder eben nicht.
  • Familien-Test: Alle Familienmitglieder können das Fahrzeug ausprobieren und ihre Meinung abgeben.

Wie bekommt man eine 24-Stunden-Probefahrt?

24-Stunden-Probefahrten werden meist nur an ernsthaft interessierte Kaufinteressenten vergeben. Händler prüfen in der Regel, ob ein konkretes Kaufinteresse besteht, bevor sie ein Fahrzeug für einen ganzen Tag überlassen. Oft ist eine vorherige Kurzprobefahrt Voraussetzung. Manche Hersteller bieten 24-Stunden-Probefahrten als festes Programm an, das direkt über die Website buchbar ist.

Für 24-Stunden-Probefahrten gelten besondere Bedingungen. Der Probefahrt-Vertrag enthält in der Regel eine höhere Selbstbeteiligung, eine maximale Kilometerbegrenzung (typischerweise 200 bis 300 Kilometer), eine Tankregelung und besondere Verhaltensregeln. Die Kaution oder eine Kreditkartenautorisierung als Sicherheit für den Händler ist ebenfalls üblich.

Probefahrt-Abonnements und Abo-Modelle

Ein relativ neues Konzept sind Probefahrt-Abonnements oder Auto-Abos, bei denen Kunden ein Fahrzeug für einen Monat oder länger testen können. Hersteller wie Volvo (Care by Volvo), BMW (BMW Abo) oder verschiedene Drittanbieter bieten solche Modelle an. Diese eignen sich besonders für Kunden, die ausgiebig testen möchten, bevor sie sich für einen Kauf oder ein Leasing entscheiden.

Vorbereitung auf die Probefahrt: Checkliste

Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Probefahrt. Mit dieser Checkliste bist du optimal vorbereitet und verschwendest keine wertvolle Zeit.

Vor dem Termin

  1. Online-Recherche: Lies Testberichte und Erfahrungsberichte zum gewünschten Modell auf unserem Magazin und anderen Automobilportalen.
  2. Modellvariante klären: Überlege dir im Vorfeld, welche Motorisierung, Ausstattung und Farbe du testen möchtest.
  3. Termin buchen: Vereinbare einen festen Termin, um Wartezeiten zu vermeiden.
  4. Dokumente mitnehmen: Führerschein und Personalausweis nicht vergessen.
  5. Fragen vorbereiten: Schreibe dir alle Fragen auf, die du dem Verkäufer stellen möchtest.
  6. Vergleichsfahrzeuge notieren: Wenn du mehrere Modelle vergleichst, erstelle eine Bewertungsmatrix.

Am Tag der Probefahrt

  1. Pünktlich erscheinen: Komme rechtzeitig zum Termin, damit du die volle Probefahrt-Zeit nutzen kannst.
  2. Bequeme Schuhe tragen: Für das Fahrgefühl sind bequeme, flache Schuhe wichtig.
  3. Smartphone laden: Für Fotos und zum Testen der Smartphone-Integration sollte der Akku voll sein.
  4. Kindersitz mitnehmen: Wenn du einen Kindersitz benötigst, teste die Montage und den Platz auf der Rückbank.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Probefahrt-Dauer

Kann ich die Probefahrt-Dauer mit dem Händler verhandeln?

Ja, die Probefahrt-Dauer ist grundsätzlich verhandelbar. Wenn du dem Händler erklärst, warum du mehr Zeit benötigst – etwa weil du zum ersten Mal ein Elektrofahrzeug testest oder weil du eine bestimmte Strecke fahren möchtest – sind die meisten Händler flexibel. Besonders unter der Woche, wenn weniger Termine anstehen, sind längere Probefahrten oft möglich. Kommuniziere deine Wünsche am besten bereits bei der Terminvereinbarung, damit der Händler entsprechend planen kann. Bei verschiedenen Marken gibt es unterschiedliche Regelungen, informiere dich vorab über die Probefahrt-Politik des jeweiligen Händlers.

Wie lange dauert eine Probefahrt mit einem Elektroauto?

Eine Probefahrt mit einem Elektroauto sollte mindestens 45 bis 60 Minuten dauern, idealerweise sogar 90 Minuten oder mehr. Elektrofahrzeuge haben ein grundlegend anderes Fahrverhalten als Verbrenner, und es braucht Zeit, um sich an die Besonderheiten wie die Rekuperation, das One-Pedal-Driving und die sofortige Drehmomentabgabe zu gewöhnen. Viele Elektroauto-Händler bieten daher standardmäßig längere Probefahrten an. Einige Hersteller wie Tesla oder Polestar ermöglichen sogar 24-Stunden-Probefahrten, damit sich Kaufinteressenten ausgiebig mit dem Fahrzeug vertraut machen können.

Was passiert, wenn ich die vereinbarte Probefahrt-Dauer überschreite?

Wenn du die vereinbarte Probefahrt-Dauer überschreitest, kann das verschiedene Konsequenzen haben. Beim Händler wird der Verkaufsberater in der Regel anrufen und nach dem Verbleib des Fahrzeugs fragen. Eine kurze Verspätung von wenigen Minuten ist in der Regel kein Problem, solange du den Händler informierst. Bei einer deutlichen Überschreitung kann der Händler jedoch Schadenersatz verlangen oder im Extremfall sogar die Polizei einschalten, insbesondere wenn der Verdacht einer unbefugten Nutzung besteht. Beim Privatverkauf gelten die im Probefahrt-Vertrag vereinbarten Bedingungen. Informiere den Fahrzeughalter immer rechtzeitig, wenn du mehr Zeit benötigst.

Gibt es eine Mindestdauer für eine aussagekräftige Probefahrt?

Experten empfehlen eine Mindestdauer von 30 Minuten für eine aussagekräftige Probefahrt. In weniger als 30 Minuten ist es kaum möglich, alle relevanten Aspekte eines Fahrzeugs zu testen. Für eine wirklich fundierte Beurteilung sind 45 bis 60 Minuten optimal. Dabei sollte die Strecke verschiedene Straßentypen umfassen: Stadtverkehr für Stop-and-Go, Landstraße für Kurvenverhalten und Überholvorgänge sowie Autobahn für Langstreckenkomfort und Höchstgeschwindigkeit. Eine Probefahrt unter 15 Minuten ist in der Regel nicht aussagekräftig und sollte nur als erster Eindruck gewertet werden.

Kann ich bei einem Privatverkauf eine längere Probefahrt vereinbaren?

Grundsätzlich ja, die Probefahrt-Dauer beim Privatverkauf ist frei verhandelbar. Allerdings sind private Verkäufer oft zurückhaltender, wenn es um längere Probefahrten geht, da sie ihr eigenes Fahrzeug einem Fremden anvertrauen. Um den Verkäufer zu überzeugen, kannst du einen schriftlichen Probefahrt-Vertrag vorschlagen, deinen Personalausweis und Führerschein als Sicherheit hinterlegen, den Verkäufer als Beifahrer einladen und ein konkretes Kaufinteresse signalisieren. Je vertrauenswürdiger du auftrittst, desto eher wird der Verkäufer einer längeren Probefahrt zustimmen.