Der Diesel-Motor ist für Langstreckenfahrer nach wie vor die erste Wahl – und gerade in der Mittelklasse SUV 2026 zeigt sich, dass die Totgesagten länger leben. Während der Markt zunehmend elektrifiziert wird, setzen Vielfahrer weiterhin auf die bewährte Kombination aus Diesel-Durchzugskraft, enormer Reichweite und moderatem Verbrauch. Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Wer jährlich mehr als 25.000 Kilometer fährt, findet im Segment der Mittelklasse Diesel SUV 2026 nach wie vor die wirtschaftlichsten und praktischsten Lösungen.
Im aktuellen Test haben wir die überzeugendsten Diesel-SUV der Mittelklasse auf ihre Langstreckentauglichkeit geprüft. Die Spannbreite reicht dabei von deutschen Premium-Modellen über asiatische Preis-Leistungs-Sieger bis hin zu französischen Komfort-Spezialisten. Entscheidend waren neben dem realen Verbrauch auch Faktoren wie Federungskomfort, Geräuschniveau, Sitzergonomie und natürlich die Reichweite mit einer Tankfüllung.
Die aktuelle Marktlage: Diesel-SUV im Jahr 2026
Die Strategie dahinter ist eindeutig: Während viele Hersteller ihre Diesel-Palette im Kompaktsegment drastisch reduzieren, halten sie in der Mittelklasse weiterhin am Selbstzünder fest. Der Grund liegt auf der Hand – genau hier ist die Zielgruppe der Langstreckenfahrer besonders stark vertreten. Geschäftskunden, Außendienstler und Familien mit hohem Mobilitätsbedarf setzen nach wie vor auf die bewährte Technologie.
Hintergrund dieser Entwicklung: Die Euro-7-Norm, die ursprünglich deutlich schärfer ausfallen sollte, wurde entschärft. Moderne Diesel erfüllen die Grenzwerte problemlos und bieten dabei Verbrauchswerte, die selbst sparsame Plug-in-Hybride im realen Betrieb oft nicht erreichen. Gerade bei unserem Test für Langstreckenfahrer zeigte sich: Wer täglich mehr als 100 Kilometer zurücklegt, fährt mit Diesel oft am günstigsten.
BMW X3 xDrive20d: Der Premium-Maßstab im Diesel SUV Vergleich
Der BMW X3 setzt in der aktuellen Generation neue Maßstäbe beim Fahrkomfort. Der 2.0-Liter-Vierzylinder-Diesel leistet 197 PS und bietet mit 400 Nm Drehmoment eine souveräne Durchzugskraft, die auf der Autobahn jeden Überholvorgang zum Kinderspiel macht. Die Achtgang-Automatik schaltet dabei so geschmeidig, dass man die Gangwechsel kaum wahrnimmt.
Im Praxistest auf der Langstrecke überzeugte der X3 vor allem durch seinen niedrigen Verbrauch: 6,2 Liter auf 100 Kilometer bei gemischter Fahrweise sind ein exzellenter Wert für ein SUV dieser Größe. Auf reiner Autobahnfahrt bei Tempo 130 genehmigt sich der Münchner rund 6,8 Liter – ein Niveau, das viele Kompaktwagen nicht erreichen. Mit dem 65-Liter-Tank ergibt sich eine beeindruckende Reichweite von über 1.000 Kilometern.
Besonders hervorzuheben ist die Geräuschdämmung: Selbst bei höheren Geschwindigkeiten bleibt der Dieselmotor akustisch dezent im Hintergrund. Die adaptive Dämpfung bügelt Unebenheiten souverän aus, ohne dabei schwammig zu werden. Der Einstiegspreis liegt bei 62.400 Euro – für ein Premium-SUV mit dieser Ausstattung ein fairer Kurs.
Technische Details und Ausstattung
- Motor: 2.0-Liter-Vierzylinder-Diesel mit 197 PS
- Drehmoment: 400 Nm bei 1.750-2.500 U/min
- 0-100 km/h: 7,8 Sekunden
- Verbrauch kombiniert: 6,2 l/100 km (WLTP)
- Kofferraumvolumen: 550-1.600 Liter
- Anhängelast gebremst: 2.000 kg
Mercedes GLC 220 d 4MATIC: Komfort-Champion unter den SUV Diesel Langstrecke
Mercedes setzt beim GLC auf eine klare Positionierung als Komfort-SUV. Der 2.0-Liter-Diesel mit 197 PS arbeitet noch eine Spur kultivierter als der BMW-Konkurrent und wird von einer Neungang-Automatik unterstützt, die in allen Lebenslagen den optimalen Gang findet. Spannend wird es beim Thema Fahrwerk: Die optionale Luftfederung AIRMATIC verwandelt den GLC in einen rollenden Salon.
Mit dieser Ausstattung gehört der Mercedes zu den angenehmsten Reisebegleitern im Mittelklasse-Segment. Längswellen auf der Autobahn werden förmlich ausgefiltert, ohne dass der GLC dabei ins Schwimmen gerät. Die Sitze bieten erstklassigen Langstreckenkomfort mit ausreichend Seitenhalt und vielfältigen Verstellmöglichkeiten.
Der Verbrauch liegt mit 6,4 Litern im Schnitt minimal über dem BMW-Niveau, was angesichts des Komfortgewinns verschmerzbar ist. Bei konstanter Autobahnfahrt pendelt sich der Konsum bei etwa 7,0 Litern ein. Die Reichweite beträgt dank des 66-Liter-Tanks ebenfalls deutlich über 1.000 Kilometer. Der Basispreis startet bei 64.900 Euro, mit empfehlenswerter Ausstattung sollte man etwa 72.000 Euro einplanen.
Branchenkenner wissen: Mercedes hat beim GLC besonders viel Wert auf die Geräuschdämmung gelegt. Mit zusätzlichen Dämmmatten und optimierten Dichtungen ist das Mittelklasse-SUV auf Langstrecke eines der leisesten seiner Klasse.
Audi Q5 40 TDI quattro: Der Technik-Pragmatiker im Mittelklasse SUV Diesel Test
Audi positioniert den Q5 als technisch ausgereiften Allrounder, der keine Extreme kennt, aber in allen Disziplinen überzeugt. Der 2.0 TDI mit 204 PS bietet minimal mehr Leistung als die Konkurrenz und wird von einem Siebengang-S-tronic-Doppelkupplungsgetriebe unterstützt. Die Kombination sorgt für spontane Gasannahme und zügige Gangwechsel.
Im Alltag überzeugt der Q5 durch sein ausgewogenes Fahrwerk. Ohne Luftfederung arbeitet das adaptive Dämpfungssystem erstaunlich gut und bietet einen guten Kompromiss zwischen Komfort und Dynamik. Die Lenkung gibt präzises Feedback, ohne dabei nervös zu wirken – ideal für entspannte Langstreckenfahrten.
Mit einem Durchschnittsverbrauch von 6,3 Litern ordnet sich der Audi genau zwischen BMW und Mercedes ein. Auf der Autobahn genehmigt er sich etwa 6,9 Liter. Der 63-Liter-Tank ermöglicht Reichweiten um die 950 Kilometer – etwas weniger als die Konkurrenz, aber immer noch mehr als ausreichend für die meisten Einsatzzwecke. Preislich startet der Q5 40 TDI bei 61.700 Euro und liegt damit leicht unter dem Mercedes.
Peugeot 5008 BlueHDi 180: Preis-Leistungs-Tipp mit Platzangebot
Die Strategie dahinter wird schnell klar: Peugeot bietet mit dem 5008 ein besonders geräumiges SUV, das optional sogar mit sieben Sitzen erhältlich ist. Der 2.0-Liter-Diesel mit 180 PS ist zwar etwas schwächer motorisiert als die deutschen Premium-Konkurrenten, bietet aber vollkommen ausreichende Fahrleistungen für den Alltag.
Das Besondere am Peugeot: Das innovative i-Cockpit mit kleinem Lenkrad und hochpositioniertem Kombiinstrument polarisiert zwar, bietet aber nach einer Eingewöhnungsphase durchaus Vorteile. Die Sitze profitieren von der AGR-Zertifizierung (Aktion Gesunder Rücken) und gehören zu den bequemsten im gesamten Segment.
Der Verbrauch liegt mit 6,5 Litern auf einem konkurrenzfähigen Niveau, wenn man bedenkt, dass der 5008 deutlich mehr Platz bietet als die Premiumkonkurrenz. Die Reichweite beträgt mit dem 56-Liter-Tank etwa 860 Kilometer. Der entscheidende Vorteil: Der Preis startet bei nur 49.900 Euro – rund 12.000 Euro weniger als der günstigste deutsche Premiumkonkurrent. Damit wird der 5008 besonders für Familien interessant, die ähnlichen Artikel wie unser 7-Sitzer SUV Test suchen.
Mazda CX-60 e-Skyactiv D 200: Der Geheimtipp aus Japan
Mazda geht beim CX-60 einen eigenen Weg und setzt auf Reihensechszylinder-Technologie, wo die Konkurrenz längst auf Vierzylinder umgestiegen ist. Der 3.3-Liter-Diesel mit 254 PS und satten 550 Nm Drehmoment bietet eine Laufruhe und Durchzugskraft, die in diesem Segment ihresgleichen sucht. Die Achtgang-Automatik arbeitet geschmeidig und nutzt den breiten Drehmomentbereich optimal aus.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Trotz des größeren Hubraums liegt der Verbrauch mit 6,7 Litern nur minimal über dem Niveau der Vierzylinder-Konkurrenz. Auf der Autobahn pendelt sich der Konsum bei etwa 7,3 Litern ein – ein fairer Wert für die gebotene Laufkultur. Die Reichweite beträgt mit dem 58-Liter-Tank rund 860 Kilometer.
Mazda punktet zudem mit einer hochwertigen Verarbeitung und Materialqualität, die deutschen Premiumherstellern ebenbürtig ist. Das Infotainment-System reagiert schnell und intuitiv, die Bedienung erfolgt über einen Drehregler in der Mittelkonsole. Mit einem Startpreis von 59.990 Euro positioniert sich der CX-60 attraktiv zwischen französischem Preis-Leistungs-Angebot und deutschen Premiummodellen.
Diesel SUV Verbrauch: Realistische Werte aus dem Langstreckentest
Um aussagekräftige Vergleichswerte zu erhalten, haben wir alle Testkandidaten auf einer identischen Strecke von 500 Kilometern bewegt. Die Route bestand zu 60 Prozent aus Autobahn (Tempo 130), zu 30 Prozent aus Landstraße und zu 10 Prozent aus Stadtverkehr – ein realistisches Szenario für Langstreckenfahrer.
Die Ergebnisse im Detail:
- BMW X3 xDrive20d: 6,2 l/100 km (WLTP: 5,8 l)
- Mercedes GLC 220 d: 6,4 l/100 km (WLTP: 6,0 l)
- Audi Q5 40 TDI: 6,3 l/100 km (WLTP: 5,9 l)
- Peugeot 5008 BlueHDi: 6,5 l/100 km (WLTP: 6,1 l)
- Mazda CX-60 e-Skyactiv D: 6,7 l/100 km (WLTP: 6,2 l)
Hintergrund: Die Abweichung zwischen WLTP-Norm und Praxisverbrauch fällt bei modernen Dieseln erfreulich gering aus. Anders als bei Plug-in-Hybriden, wo die Realwerte oft deutlich über den Normangaben liegen, bewegen sich Diesel-SUV im realen Betrieb meist nur 5-10 Prozent über dem WLTP-Wert. Für Vielfahrer, die auch unseren Test für Vielfahrer interessant finden, ist das ein wichtiges Argument.
Komfort und Ergonomie: Entscheidend auf langen Strecken
Bei mehrstündigen Fahrten rücken Faktoren in den Vordergrund, die im Kurztest oft untergehen. Die Sitzergonomie spielt dabei die Hauptrolle: Alle Testkandidaten bieten elektrisch verstellbare Sitze mit Lordosenstütze, doch die Unterschiede liegen im Detail.
Der Mercedes GLC punktet mit den besten Sitzen im Test. Die optionalen Multikontur-Sitze mit Massagefunktion sind auf Langstrecke unschlagbar. Auch die Federungsabstimmung mit Luftfederung setzt Maßstäbe. Der BMW X3 folgt dicht dahinter, besonders mit den optionalen Sportsitzen, die mehr Seitenhalt bieten. Der Audi Q5 überzeugt durch seine ausgewogene Abstimmung ohne Extreme.
Interessant ist die Positionierung des Peugeot 5008: Die AGR-zertifizierten Sitze sind tatsächlich exzellent, das i-Cockpit erfordert aber Eingewöhnung. Kleinere Fahrer profitieren vom erhöhten Blickfeld, größere Personen müssen mit dem kleinen Lenkrad arrangieren. Der Mazda CX-60 bietet traditionelle Ergonomie auf hohem Niveau – wer japanische Qualität schätzt, wird hier fündig.
Geräuschniveau bei 130 km/h
- Mercedes GLC (mit AIRMATIC): 64 dB – klassenführend leise
- BMW X3: 65 dB – sehr gut gedämmt
- Mazda CX-60: 66 dB – Sechszylinder-Laufruhe spürbar
- Audi Q5: 66 dB – ausgewogenes Niveau
- Peugeot 5008: 68 dB – hörbarer Windgeräuschpegel
Ausstattung und Assistenzsysteme für die Langstrecke
Moderne Assistenzsysteme machen lange Fahrten deutlich entspannter. Alle Testkandidaten bieten adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Stau-Assistent, Spurhalte-Assistenten und Totwinkel-Warner. Die Unterschiede liegen in der Abstimmung und Funktionsweise.
Besonders überzeugt der Mercedes GLC mit seinem intelligenten Tempomaten, der Navigationsdaten nutzt und vor Kurven automatisch verzögert. Auch der Spurhalte-Assistent arbeitet sanft und unaufdringlich. BMW setzt beim X3 auf ähnliche Technologie, die Lenkeingriffe fallen minimal stärker aus. Der Audi Q5 bietet mit dem optionalen Adaptive Cruise Assist ein System, das auf der Autobahn zeitweise teilautomatisiertes Fahren ermöglicht.
Der Mazda CX-60 trumpft mit sehr gutem Head-up-Display auf, das alle relevanten Informationen übersichtlich einblendet. Die Assistenzsysteme arbeiten zuverlässig, wenn auch etwas konservativer abgestimmt als bei den deutschen Premiumherstellern. Der Peugeot 5008 bietet ein solides Assistenzpaket, das keine Wünsche offenlässt, aber auch keine Überraschungen bereithält.
Beste Diesel SUV 2026: Kostenvergleich über 4 Jahre
Spannend wird es beim Blick auf die Gesamtkosten. Wir haben eine Musterkalkulation für 25.000 Kilometer jährlich über vier Jahre erstellt – ein typisches Szenario für Langstreckenfahrer. Dabei flossen Anschaffungspreis (abzüglich geschätztem Restwert), Kraftstoffkosten, Versicherung, Steuer und Wartung ein.
| Modell | Anschaffung | Restwert nach 4 J. | Kraftstoff (4 J.) | Gesamtkosten | Kosten/Monat |
|---|---|---|---|---|---|
| BMW X3 xDrive20d | 62.400 € | 34.300 € | 12.400 € | 46.500 € | 970 € |
| Mercedes GLC 220 d | 64.900 € | 35.700 € | 12.800 € | 48.000 € | 1.000 € |
| Audi Q5 40 TDI | 61.700 € | 33.100 € | 12.600 € | 47.200 € | 983 € |
| Peugeot 5008 BlueHDi | 49.900 € | 24.000 € | 13.000 € | 44.900 € | 935 € |
| Mazda CX-60 e-Skyactiv D | 59.990 € | 32.400 € | 13.400 € | 47.990 € | 1.000 € |
Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Der Peugeot 5008 ist trotz geringfügig höherem Verbrauch über die Gesamtlaufzeit am günstigsten. Der niedrigere Anschaffungspreis kompensiert den höheren Wertverlust. Die deutschen Premiummodelle liegen dicht beieinander, wobei der BMW X3 dank bestem Restwert knapp die Nase vorn hat. Diese Erkenntnis deckt sich auch mit unserem Test zum Wertverlust.
Anhängelasten und Nutzwert: Praxisaspekte im Fokus
Für viele Diesel-SUV-Käufer spielt die Anhängelast eine wichtige Rolle. Hier zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Testkandidaten. Der BMW X3 und Mercedes GLC ziehen jeweils bis zu 2.000 Kilogramm gebremst, der Audi Q5 sogar 2.400 Kilogramm – perfekt für größere Wohnwagen oder Pferdeanhänger.
Der Mazda CX-60 nutzt seine Sechszylinder-Power und erlaubt bis zu 2.500 Kilogramm Anhängelast – Spitzenwert im Test. Der Peugeot 5008 liegt mit 1.800 Kilogramm etwas zurück, was aber für die meisten Einsatzzwecke ausreicht. Alle Modelle sind serienmäßig mit Anhängerkupplung vorbereitet, die Werksmontage kostet zwischen 800 und 1.200 Euro.
Beim Kofferaumvolumen punktet erwartungsgemäß der größere Peugeot mit 780 bis 2.042 Litern. Die deutschen Premiummodelle bieten zwischen 550 und 1.600 Liter (BMW, Mercedes) bzw. 520 bis 1.520 Liter (Audi). Der Mazda ordnet sich mit 570 bis 1.726 Litern im Mittelfeld ein. Für Familien, die unseren 7-Sitzer Test interessant finden, ist der Peugeot mit optionaler dritter Sitzreihe eine Überlegung wert.
Alternative Antriebe: Lohnt sich der Diesel noch?
Die Frage stellt sich vielen Kaufinteressenten: Sind Diesel-SUV 2026 noch zeitgemäß? Die Strategie dahinter ist komplex. Für Langstreckenfahrer mit hohen Jahreskilometern lautet die Antwort klar: Ja. Wer regelmäßig über 25.000 Kilometer fährt, profitiert von niedrigeren Kraftstoffkosten und größerer Reichweite.
Vergleichen wir einen BMW X3 xDrive20d (6,2 l/100 km) mit einem vergleichbaren Plug-in-Hybrid oder Elektro-SUV: Bei 30.000 Kilometern jährlich verbraucht der Diesel Kraftstoff für etwa 3.100 Euro (bei 1,67 Euro/Liter). Ein Plug-in-Hybrid erreicht im reinen Autobahnbetrieb oft 8-9 Liter, kostet also rund 4.200 Euro. Ein Elektro-SUV wie die Modelle aus unserem Mittelklasse-Elektro-SUV Test verursacht bei 0,30 Euro/kWh Schnelllade-Kosten und 22 kWh/100 km etwa 1.980 Euro.
Allerdings: Der höhere Anschaffungspreis von Elektro-SUV (meist 10.000-15.000 Euro Aufpreis) und die begrenzten Lademöglichkeiten auf Langstrecke machen den Diesel weiterhin zur pragmatischen Wahl für Vielfahrer ohne eigene Lademöglichkeit. Mehr dazu in unserem Antriebsarten-Vergleich.
Fazit: Welches Mittelklasse Diesel SUV 2026 passt zu wem?
Für Premium-Anspruch mit bestem Restwert: BMW X3 xDrive20d
Der Münchner überzeugt durch niedrigsten Verbrauch, besten Restwert und sportlichste Abstimmung. Ideal für Fahrer, die Wert auf Dynamik legen und langfristig denken.
Für höchsten Langstreckenkomfort: Mercedes GLC 220 d mit AIRMATIC
Wer die meisten Kilometer am Stück zurücklegt, profitiert von der überragenden Federung und den besten Sitzen. Die Investition in die Luftfederung lohnt sich auf Langstrecke absolut.
Für ausgewogene Allround-Qualitäten: Audi Q5 40 TDI
Der Ingolstädter bietet die beste Synthese aus Komfort, Verbrauch und Praxisnutzen. Höchste Anhängelast und ausgewogenes Fahrwerk machen ihn zum echten Allrounder.
Für Preis-Leistungs-Orientierte mit Platzbedarf: Peugeot 5008 BlueHDi 180
Deutlich günstiger als die Premiumkonkurrenz, mehr Platz und exzellente Sitze. Perfekt für Familien, die großes SUV zum kleinen Preis suchen.
Für Sechszylinder-Liebhaber: Mazda CX-60 e-Skyactiv D 200
Wer Wert auf Laufkultur legt und die höchste Anhängelast benötigt, findet im Mazda eine rare Alternative zur Vierzylinder-Konkurrenz.
Branchenkenner wissen: Das Segment der Diesel-SUV wird sich mittelfristig weiter verkleinern. Wer heute ein solches Fahrzeug kauft, sollte es mindestens vier Jahre fahren, um den Kostenvorteil voll auszuspielen. Die Wiederverkaufswerte bleiben bei gepflegten Exemplaren stabil – anders als bei manchen Plug-in-Hybriden, deren Batteriekapazität mit den Jahren nachlässt.
Kaufberatung: Darauf sollten Sie beim Kauf achten
Beim Kauf eines Mittelklasse Diesel SUV 2026 sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:
Jahreskilometer realistisch einschätzen: Unter 20.000 Kilometern jährlich lohnt sich ein Diesel wirtschaftlich kaum noch. Hier sind Benziner oder sogar Elektroantriebe oft günstiger. Unsere Pendler-Kaufberatung hilft bei der Entscheidung.
Leasingrate vs. Kaufpreis: Viele Geschäftskunden leasen ihre Fahrzeuge. Hier lohnt sich ein genauer Vergleich der Raten, da gerade bei Premiumherstellern attraktive Konditionen möglich sind. Bei der Direktanschaffung punktet der Peugeot mit niedrigstem Einstiegspreis.
Ausstattung gezielt wählen: Nicht jedes Extrapaket lohnt sich. Bei Langstreckenfahrten sind adaptive Geschwindigkeitsregelung, gute Sitze und Navigationssystem wichtig. Sportpakete mit größeren Rädern erhöhen dagegen meist nur Verbrauch und Verschleiß.
Wartungskosten einkalkulieren: Premium-Diesel sind in der Wartung teurer als Modelle asiatischer oder französischer Hersteller. Ein Servicevertrag kann hier Planungssicherheit schaffen. Details dazu in unserem Werkstattkosten-Vergleich.
Restwert im Blick behalten: Deutsche Premiummarken verlieren prozentual weniger Wert als Massenhersteller. Bei einer Haltedauer von vier Jahren kann das mehrere tausend Euro Unterschied bedeuten.
Häufig gestellte Fragen zu Mittelklasse Diesel SUV 2026
Lohnt sich ein Diesel-SUV noch im Jahr 2026?
Ja, für Vielfahrer ab etwa 25.000 Kilometern jährlich ist ein Diesel-SUV nach wie vor die wirtschaftlichste Wahl. Der niedrigere Verbrauch gegenüber Benzinern und die größere Reichweite gegenüber Elektroautos machen Diesel besonders auf Langstrecken attraktiv. Die Euro-7-Norm wird von modernen Dieseln problemlos erfüllt, und die Kraftstoffpreise liegen meist unter denen von Benzin.
Welches Mittelklasse Diesel SUV hat den niedrigsten Verbrauch?
Im Test überzeugte der BMW X3 xDrive20d mit 6,2 Litern auf 100 Kilometer im Praxistest. Dicht dahinter folgen Audi Q5 40 TDI (6,3 l) und Mercedes GLC 220 d (6,4 l). Alle drei Modelle bieten damit exzellente Verbrauchswerte für SUV dieser Größe und Leistung. Die Unterschiede sind in der Praxis minimal und fallen weniger ins Gewicht als Fahrweise und Beladung.
Wie hoch sind die Unterhaltskosten für ein Diesel-SUV der Mittelklasse?
Bei 25.000 Kilometern jährlich sollte man mit monatlichen Gesamtkosten zwischen 935 Euro (Peugeot 5008) und 1.000 Euro (Mercedes GLC, Mazda CX-60) rechnen. Darin enthalten sind Wertverlust, Kraftstoff, Versicherung, Steuer und Wartung. Premium-Modelle wie BMW, Mercedes und Audi haben höhere Wartungskosten, profitieren aber von besserem Restwert.
Welche Reichweite bieten Diesel-SUV mit einer Tankfüllung?
Die Reichweite liegt zwischen 850 und über 1.000 Kilometern. Der BMW X3 und Mercedes GLC schaffen dank größerer Tanks (65-66 Liter) und niedrigem Verbrauch problemlos 1.000 Kilometer. Auch Audi Q5 (63 Liter) und Mazda CX-60 (58 Liter) kommen weit über 900 Kilometer. Der Peugeot 5008 erreicht mit 56-Liter-Tank etwa 860 Kilometer – ausreichend für die meisten Langstreckenfahrten ohne Zwischenstopp.
Sind Diesel-SUV anfälliger für Defekte als Benziner?
Moderne Diesel sind bei regelmäßiger Wartung und ausreichend Langstreckenanteil nicht anfälliger als Benziner. Probleme entstehen meist bei zu geringen Laufleistungen oder häufigen Kurzstrecken, wenn der Partikelfilter nicht freigebrannt wird. Wer überwiegend Langstrecke fährt – die Zielgruppe für Diesel-SUV – hat mit modernen Euro-6d-Motoren keine höheren Ausfallraten zu befürchten. Die Hersteller gewähren meist fünf Jahre Garantie.