Wer einmal Platz genommen hat in einem Premium-SUV, versteht schnell, warum diese Fahrzeugklasse boomt. Die beste Premium-SUV 2026 vereinen luxuriöse Materialien, modernste Assistenzsysteme und beeindruckende Fahrleistungen mit der erhöhten Sitzposition und Alltagstauglichkeit eines SUV. Im Preissegment zwischen 60.000 und 80.000 Euro tummeln sich dabei echte Allrounder, die sowohl für den täglichen Weg ins Büro als auch für die Urlaubsreise mit der Familie bestens gerüstet sind.

Hinter dem Steuer zeigt sich schnell: Premium bedeutet heute weit mehr als nur edles Leder und ein prestigeträchtiges Logo. Die aktuelle Generation der Luxus-SUV punktet mit Hybridantrieben, die über 100 Kilometer elektrisch fahren, mit Fahrwerken, die Komfort und Dynamik gleichermaßen beherrschen, und mit Infotainment-Systemen, die dem Smartphone in nichts nachstehen. Dieser Vergleich zeigt die wichtigsten Modelle im direkten Test.

BMW X5 – Der dynamische Klassiker im Premium-Segment

Das Fahrgefuehl ueberrascht beim BMW X5 selbst Kenner immer wieder. Der Bayer schafft den Spagat zwischen sportlichem Handling und Langstreckenkomfort so souverän wie kaum ein anderer im Luxus-SUV Vergleich. Mit einer Länge von 4,92 Metern bietet der X5 ausreichend Platz für fünf Personen und deren Gepäck, ohne dabei zu unhandlich zu werden.

Auf der Strasse überzeugt besonders die xDrive40i-Variante mit ihrem 3,0-Liter-Reihensechszylinder. Die 380 PS entfalten ihre Kraft sanft, aber nachdrücklich – typisch BMW eben. Für alle, die es sparsamer mögen, empfiehlt sich der xDrive45e als Plug-in-Hybrid. Mit einem Akku von 25,7 kWh erreicht er bis zu 90 Kilometer rein elektrische Reichweite, was im Alltag oft ausreicht. Der Verbrauch liegt im WLTP bei 1,1 bis 1,3 l/100 km – allerdings nur, wenn die Batterie regelmäßig geladen wird.

Ausstattung und Technologie

Im Innenraum setzt BMW auf das bewährte Curved Display mit dem iDrive 8.5 Betriebssystem. Die Bedienung erfolgt intuitiv über Touchscreen, Sprachsteuerung oder den klassischen iDrive-Controller. Die Verarbeitungsqualität liegt auf höchstem Niveau, die Materialauswahl reicht von Nappaleder bis zu echtem Holz oder Aluminium.

  • Head-up-Display mit Augmented-Reality-Elementen
  • Panorama-Glasdach serienmäßig in höheren Ausstattungen
  • Driving Assistant Professional mit teilautomatisiertem Fahren
  • Adaptives Fahrwerk mit elektronisch geregelten Dämpfern
  • Bowers & Wilkins Diamond Surround Sound System optional

Die Anhängelast beträgt beim Sechszylinder-Benziner bis zu 2.700 kg gebremst – mehr als ausreichend für Pferdeanhänger oder Wohnwagen. Die Zuladung liegt bei rund 600 kg, was für die Klasse durchschnittlich ist.

Preis: Ab 76.900 Euro für den xDrive40i, der xDrive45e startet bei 79.400 Euro

Mercedes GLE – Komfort-König mit innovativer Technik

Im direkten Vergleich punktet der Mercedes GLE vor allem mit seinem unübertroffenen Komfort. Das optionale E-Active Body Control Fahrwerk mit 48-Volt-Technologie passt sich jeder Fahrsituation an und kann sogar einzelne Räder gezielt anheben oder absenken – praktisch beim Reifenwechsel oder beim Freischaukeln aus Sand oder Schnee.

Der GLE 400 d 4Matic mit seinem 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Diesel liefert 330 PS und vor allem ein beeindruckendes Drehmoment von 700 Nm. Das macht den Mercedes zum idealen Zugfahrzeug – bis zu 3.500 kg darf der GLE an den Haken nehmen. Auf der Strasse fährt sich der Stuttgarter dabei erstaunlich agil, auch wenn er mit 4,93 Metern Länge etwas größer ausfällt als der BMW.

MBUX und digitale Intelligenz

Das MBUX-System der neuesten Generation ist eines der fortschrittlichsten Infotainment-Systeme am Markt. Zwei 12,3-Zoll-Displays verschmelzen optisch zu einer Einheit, über die Sprachsteuerung „Hey Mercedes“ lassen sich nahezu alle Funktionen steuern. Besonders beeindruckend: Die Routenoptimierung für Plug-in-Hybride, die automatisch berechnet, wann elektrisch und wann mit Verbrenner gefahren wird.

Der GLE 350 de 4Matic als Plug-in-Hybrid kombiniert einen Vierzylinder-Diesel mit einem Elektromotor zu einer Systemleistung von 320 PS. Die elektrische Reichweite beträgt bis zu 106 Kilometer – ein Spitzenwert in diesem Segment. Wer regelmäßig lädt, kann den GLE im Alltag fast ausschließlich elektrisch bewegen.

Der Mercedes GLE überzeugt mit dem wohl besten Federungskomfort seiner Klasse und einer technischen Ausstattung, die kaum Wünsche offenlässt – allerdings hat diese Perfektion auch ihren Preis.

Preis: Ab 73.500 Euro für den GLE 300 d, der GLE 350 de 4Matic kostet ab 77.800 Euro

Audi Q7 – Raumwunder mit Sieben-Sitzer-Option

Wer einmal Platz genommen hat in der dritten Sitzreihe eines Audi Q7, erkennt sofort den Unterschied zu anderen Premium-SUV unter 80000 Euro. Mit 5,05 Metern Länge ist der Ingolstädter der größte im Vergleichsfeld und bietet optional echte Sitze für sieben Personen – keine Notsitze, sondern vollwertige Plätze mit ausreichend Kopf- und Beinfreiheit.

Das Fahrgefuehl ueberrascht dabei positiv: Trotz seiner Größe wirkt der Q7 nie schwerfällig. Das optionale Sportdifferenzial an der Hinterachse und die Allradlenkung machen ihn deutlich wendiger, als man bei fast 2,1 Tonnen Leergewicht erwarten würde. Der 3,0-Liter-TDI mit 286 PS beschleunigt den großen Audi in 6,5 Sekunden auf 100 km/h – beeindruckend für ein Fahrzeug dieser Größe.

Virtuelles Cockpit und MMI Touch

Im Innenraum setzt Audi auf das bewährte Virtual Cockpit mit zwei hochauflösenden Displays und einem optionalen Head-up-Display. Die Verarbeitung liegt auf Audi-typisch hohem Niveau, die Materialien fühlen sich wertig an. Besonders praktisch: Die dritte Sitzreihe lässt sich elektrisch ein- und ausklappen, der Kofferraum fasst zwischen 865 und 2.050 Liter – je nach Sitzposition.

  • Matrix-LED-Scheinwerfer mit dynamischem Blinklicht
  • Adaptive Luftfederung sport mit Niveauregulierung
  • Bang & Olufsen 3D Premium Sound System
  • Assistenzpaket Tour mit adaptivem Fahrassistenten
  • Komfort-Klimaautomatik mit 4-Zonen-Regelung

Die Anhängelast von 3.500 kg beim Diesel macht den Q7 zur ersten Wahl für alle, die regelmäßig schwere Lasten bewegen müssen. Die Zuladung liegt bei rund 665 kg – mehr als bei BMW und Mercedes.

Preis: Ab 71.900 Euro für den 50 TDI quattro, mit gehobener Ausstattung schnell bei 78.000 Euro

Volvo XC90 – Skandinavisches Design trifft Sicherheit

Hinter dem Steuer des Volvo XC90 zeigt sich eine andere Philosophie als bei den deutschen Premium-Herstellern. Die Schweden setzen auf Reduktion, klare Linien und skandinavisches Understatement. Das 9-Zoll-Touchdisplay in Hochformat ist Schaltzentrale für nahezu alle Funktionen – gewöhnungsbedürftig, aber nach kurzer Einarbeitung intuitiv bedienbar.

Der XC90 B6 mild hybrid kombiniert einen 2,0-Liter-Vierzylinder mit Kompressor und Turbolader sowie einem 48-Volt-Mild-Hybrid-System. Die 300 PS wirken im Alltag völlig ausreichend, auch wenn der Motorklang nicht ganz mit den Sechszylindern der Konkurrenz mithalten kann. Auf der Strasse überzeugt der Volvo mit einem ausgewogenen Fahrwerk, das Komfort über Sportlichkeit stellt.

Sicherheit auf höchstem Niveau

Wo Volvo traditionell glänzt, ist die Sicherheit. Die Liste der serienmäßigen Assistenzsysteme liest sich wie ein Lehrbuch moderner Fahrzeugsicherheit: City Safety mit Fußgänger-, Radfahrer- und Großtiererkennung, Oncoming Lane Mitigation gegen Falschfahrer, Run-off Road Mitigation bei unbeabsichtigtem Verlassen der Fahrbahn.

Der Innenraum besticht durch hochwertige Materialien wie offenporiges Walnussholz, Nappaleder und Orrefors-Kristallglas im Wahlhebel. Die sieben Einzelsitze bieten allen Passagieren erstklassigen Komfort, der Kofferraum fasst 640 bis 1.856 Liter. Ähnlich wie beim 7-Sitzer-Vergleich 2026 zeigt sich: Die dritte Reihe ist auch für Erwachsene nutzbar.

Preis: Ab 72.850 Euro für den B6 mild hybrid AWD, der T8 Recharge als Plug-in-Hybrid startet bei 78.900 Euro

Land Rover Discovery – Der Offroad-Spezialist unter den Luxus-SUV

Im direkten Vergleich ist der Land Rover Discovery der einzige echte Geländewagen im Testfeld. Mit seiner Wattiefe von 900 mm, der Bodenfreiheit von 283 mm und dem Terrain Response 2 System meistert er Gelände, an dem die anderen Kandidaten längst aufgeben müssten. Auf der Strasse zahlt man dafür allerdings mit etwas mehr Karosseriebewegungen und einem weniger direkten Lenkgefühl.

Der P300 mit seinem 2,0-Liter-Vierzylinder liefert 300 PS und reicht für die meisten Einsatzzwecke aus. Wer mehr Power möchte, greift zum P360 mit Sechszylinder und mildem Hybrid-System. Die Anhängelast von bis zu 3.500 kg und die praktische Anhängerkupplungsassistenz machen den Discovery zum idealen Zugfahrzeug.

Praktikabilität im Fokus

Das Fahrgefuehl ueberrascht im Discovery mit einer Mischung aus Robustheit und Komfort. Die Luftfederung gleicht Unebenheiten souverän aus, gleichzeitig fühlt man die Masse des 2,3 Tonnen schweren Briten in jeder Kurve. Dafür bietet er praktische Features wie die geteilte Heckklappe, bei der der untere Teil als Sitzbank dient, oder die Möglichkeit, Sitzpositionen elektronisch zu speichern.

Der Innenraum wirkt weniger luxuriös als bei den deutschen Konkurrenten, dafür robuster und alltagstauglicher. Die dritte Sitzreihe lässt sich elektrisch aus dem Kofferraumboden ausfahren, das Ladevolumen variiert zwischen 258 und 2.406 Liter – ein beeindruckender Wert.

Preis: Ab 74.900 Euro für den D300, der P360 kostet ab 77.800 Euro

Porsche Macan – Der Sportler im SUV-Gewand

Wer einmal Platz genommen hat im Porsche Macan, merkt sofort: Hier steht Dynamik im Vordergrund. Der kleinste im Vergleichsfeld (4,72 m) ist gleichzeitig der sportlichste. Das Fahrgefuehl ueberrascht mit einer Präzision und Agilität, die man sonst eher von einem Sportwagen kennt. Der Macan GTS mit 440 PS aus dem 2,9-Liter-V6-Biturbo spurtet in 4,3 Sekunden auf 100 km/h – schneller als mancher Sportwagen.

Auf der Strasse zeigt der Macan, was Porsche unter Fahrdynamik versteht: Die Lenkung arbeitet direkt und präzise, das Fahrwerk straff, aber nie unkomfortabel. Das Sport Chrono Paket mit Launch Control und variabler Sportabgasanlage unterstreicht den sportlichen Charakter. Allerdings zahlt man für diese Performance: Der Kofferraum fällt mit 488 bis 1.503 Liter deutlich kleiner aus als bei der Konkurrenz.

Porsche-Qualität im Detail

Im Innenraum zeigt sich die Porsche-Philosophie: Fahrer-orientiert, hochwertig, durchdacht. Das Porsche Communication Management mit 10,9-Zoll-Touchscreen ist logisch aufgebaut und reagiert flott. Die Sitze bieten hervorragenden Seitenhalt – selbst in schnell gefahrenen Kurven. Als Firmenwagen spielt der Macan trotz hoher Listenpreise seine Stärken aus.

Die Anhängelast von 2.400 kg beim GTS ist klassenüblich, die Zuladung von rund 540 kg eher durchschnittlich. Für Familien, die viel Platz brauchen, ist der Macan nur bedingt geeignet – als Zweitwagen für sportliche Fahrten aber eine echte Empfehlung.

Preis: Der Macan S startet bei 72.600 Euro, der GTS bei 79.400 Euro

Lexus RX 500h – Hybrid-Pionier mit japanischer Raffinesse

Hinter dem Steuer des Lexus RX 500h erlebt man eine ganz eigene Interpretation von Premium. Die Japaner setzen auf Zuverlässigkeit, Komfort und eine Hybrid-Technologie, die ausgereifter ist als bei den meisten Konkurrenten. Das Direktschalt-Automatikgetriebe arbeitet mit einem 2,4-Liter-Turbomotor und zwei Elektromotoren zusammen – Systemleistung: 371 PS.

Das Fahrgefuehl ueberrascht mit einer Kombination aus Geschmeidigkeit und Performance. Der RX beschleunigt zügig, arbeitet dabei aber fast geräuschlos. Besonders im Stadtverkehr spielt der Hybrid seine Stärken aus: Häufiges elektrisches Fahren, sanfte Übergänge zwischen Elektro- und Verbrennungsmotor, geringer Verbrauch trotz Leistung.

Verarbeitung auf höchstem Niveau

Im Innenraum setzt Lexus auf traditionelles Handwerk: Kiryu-Stoff, der an japanische Origami-Kunst erinnert, handpoliertes Holz, Leder in Takumi-Qualität. Das 14-Zoll-Touchdisplay wirkt auf den ersten Blick nicht ganz so modern wie bei deutschen Herstellern, überzeugt aber durch intuitive Bedienung und logische Menüführung.

  • Mark Levinson Premium Surround Sound mit 21 Lautsprechern
  • Lexus Safety System+ mit zahlreichen Assistenten
  • Head-up-Display mit Farbdarstellung
  • Panorama-Glasdach mit elektrischer Verdunkelung
  • Adaptive Dämpferregelung (AVS)

Die Anhängelast von 2.000 kg und die Zuladung von rund 500 kg fallen etwas geringer aus als bei europäischen Konkurrenten. Der Kofferraum bietet 612 bis 1.678 Liter – solide, aber nicht überragend.

Preis: Ab 76.900 Euro für den RX 500h F Sport Performance

Premium-SUV Kaufberatung – Worauf kommt es wirklich an?

Nach hunderten Kilometern hinter dem Steuer verschiedener Premium-SUV kristallisieren sich einige Kernpunkte heraus, die bei der Kaufentscheidung wirklich zählen. Im direkten Vergleich zeigt sich: Es gibt nicht den einen besten Premium-SUV 2026 – vielmehr hängt die richtige Wahl vom individuellen Nutzungsprofil ab.

Antriebskonzept – Diesel, Benziner oder Plug-in-Hybrid?

Auf der Strasse zeigt sich der Unterschied deutlich: Diesel-Modelle wie der Mercedes GLE 400 d brillieren mit niedrigem Verbrauch auf der Langstrecke und hoher Anhängelast. Wer regelmäßig Autobahn fährt und Wohnwagen oder Pferdeanhänger bewegt, trifft mit einem modernen Diesel die richtige Wahl. Ähnlich wie bei den Mittelklasse-SUV gilt: Diesel lohnt sich ab etwa 20.000 km Jahresleistung.

Plug-in-Hybride wie der BMW X5 xDrive45e oder Mercedes GLE 350 de punkten mit ihrer Flexibilität. Im Alltag fährt man elektrisch, auf Langstrecken steht der Verbrenner zur Verfügung. Die steuerliche Förderung macht sie als Dienstwagen attraktiv – mehr dazu im Hybrid-SUV-Vergleich. Wichtig: Nur wer regelmäßig lädt, profitiert von den niedrigen Verbrauchswerten.

Benziner bieten oft die beste Performance und den kultivierteren Lauf. Der BMW-Sechszylinder oder der Porsche-V6 sind Argumente für jeden Benzin-Fan. Allerdings steigen die Kraftstoffkosten, wenn man häufig Gas gibt.

Platzangebot und Alltagstauglichkeit

Das Fahrgefuehl ueberrascht: Größe bedeutet nicht automatisch mehr Platz. Der Audi Q7 bietet mit seiner dritten Sitzreihe echten Sieben-Sitzer-Komfort, während der sportliche Porsche Macan eher als Viersitzer taugt. Wer regelmäßig mit Familie unterwegs ist, sollte den Kofferraum nicht nur nach Literangabe bewerten, sondern auch nach Zugänglichkeit und Variabilität.

Die Anhängelast unterscheidet sich erheblich: Von 2.000 kg beim Lexus bis 3.500 kg beim Audi Q7 oder Mercedes GLE mit Diesel. Wer einen Pferdeanhänger oder schweren Wohnwagen bewegt, sollte hier genau hinschauen. Auch die Zuladung variiert – besonders bei voll ausgestatteten Modellen wird es manchmal knapp.

Technologie und Assistenzsysteme

Im direkten Vergleich zeigen sich große Unterschiede bei den Assistenzsystemen. Volvo bietet serienmäßig die meisten Sicherheitsfeatures, bei deutschen Herstellern kosten viele Systeme extra. Besonders wichtig: Adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Stop-and-Go, Spurhalteassistent, 360-Grad-Kamera und Einpark-Assistent erleichtern den Alltag erheblich.

Das Infotainment variiert stark: Mercedes MBUX und BMW iDrive setzen auf große Displays und umfangreiche Funktionen, Lexus auf bewährte Bedienlogik, Porsche auf Purismus. Hier hilft nur eine ausgiebige Probefahrt, um das passende System zu finden.

Kosten und Wertstabilität – Die versteckten Faktoren

Hinter dem Steuer fühlt sich jeder Premium-SUV luxuriös an – die Unterschiede zeigen sich erst beim Blick auf Versicherung, Steuer und Wertverlust. Im direkten Vergleich schneiden Porsche, BMW und Mercedes bei der Wertstabilität am besten ab. Nach drei Jahren behalten sie etwa 55-60% ihres Neupreises. Land Rover und Lexus liegen etwas darunter, bieten dafür aber oft mehr Serienausstattung.

Die Versicherungseinstufung variiert: Der sportliche Porsche Macan GTS landet schnell in höheren Typklassen, während der Volvo XC90 oft günstiger versichert werden kann. Auch die Steuer unterscheidet sich erheblich: Plug-in-Hybride zahlen weniger, große Diesel-Sechszylinder deutlich mehr. Mehr zum Thema Unterhaltskosten findet sich im Artikel über niedrigste Unterhaltskosten 2026.

Wartung und Service

Auf der Strasse zeigen sich Zuverlässigkeit und Servicekosten erst nach Jahren. Lexus führt regelmäßig Zuverlässigkeitsrankings an, BMW und Mercedes liegen im guten Mittelfeld, Land Rover schneidet traditionell schlechter ab. Die Serviceintervalle liegen bei den meisten Herstellern bei 25.000 km oder zwei Jahren – Lexus bietet teils längere Intervalle.

Die Garantien unterscheiden sich: BMW und Mercedes bieten zwei Jahre ohne Kilometerbegrenzung, Volvo drei Jahre bis 100.000 km, Lexus sogar drei Jahre ohne Limit. Auf Hybrid-Komponenten gibt es oft verlängerte Garantien von fünf bis acht Jahren.

Luxus-SUV Test – Empfehlungen nach Einsatzzweck

Das Fahrgefuehl ueberrascht: Jeder der getesteten Premium-SUV hat seine Berechtigung – es kommt auf den Einsatzzweck an. Für sportliche Fahrer ist der Porsche Macan GTS die klare Empfehlung. Fahrdynamik, Verarbeitung und Prestige rechtfertigen den hohen Preis. Als Zweitwagen ohne großen Platzbedarf ideal.

Wer maximalen Komfort sucht, liegt beim Mercedes GLE richtig. Das E-Active Body Control Fahrwerk ist konkurrenzlos, die Verarbeitung erste Sahne, das MBUX-System ausgereift. Als Langstrecken-Cruiser mit Anhängerkupplung kaum zu schlagen.

Für Familien mit Platzanspruch führt kein Weg am Audi Q7 vorbei. Sieben vollwertige Sitze, großer Kofferraum, hohe Anhängelast – hier stimmt das Gesamtpaket. Die Ausstattungsvarianten lassen kaum Wünsche offen.

Offroad-Fans greifen zum Land Rover Discovery. Geländegängigkeit, Wattiefe und Robustheit sind unübertroffen. Dafür verzichtet man auf etwas Straßenkomfort und Wertstabilität.

Wer Wert auf Zuverlässigkeit legt und eine ausgereifte Hybrid-Technologie schätzt, findet im Lexus RX 500h eine interessante Alternative. Japanische Qualität trifft auf europäisches Design – mit einzigartigem Charme.

Der BMW X5 schließlich ist der Allrounder: Gute Fahrleistungen, solide Verarbeitung, ausgewogenes Platzangebot und hohe Wertstabilität machen ihn zur sicheren Wahl für alle, die sich nicht festlegen wollen.

Die beste Premium-SUV 2026 gibt es nicht – aber für jeden Einsatzzweck den richtigen Luxus-SUV. Die Investition zwischen 60.000 und 80.000 Euro lohnt sich, wenn man seine Prioritäten kennt.

Alternativen und Ausblick – Was bringt die Zukunft?

Im direkten Vergleich zeigt sich: Das Segment wandelt sich rasant. Für 2026 kündigen mehrere Hersteller vollelektrische Premium-SUV in dieser Preisklasse an. Der BMW iX, Mercedes EQE SUV und Audi Q6 e-tron spielen zunehmend eine Rolle – mehr dazu im Vergleich kompakter E-SUV.

Wer heute kauft, sollte die Antriebswahl gut durchdenken. Plug-in-Hybride sind eine Brückentechnologie – steuerlich attraktiv, aber mit höherem Gewicht und Komplexität. Reine Benziner und Diesel werden mittelfristig an Wert verlieren, bleiben aber für Vielfahrer und Anhänger-Nutzer relevant.

Auf der Strasse zeigen die aktuellen Modelle bereits, wohin die Reise geht: Mehr Elektrifizierung, mehr Assistenzsysteme, mehr digitale Services. Wer in drei Jahren verkauft, sollte darauf achten, dass das Infotainment-System updatefähig ist und moderne Konnektivität bietet.

Häufig gestellte Fragen zu Premium-SUV

Welcher Premium-SUV ist am zuverlässigsten?

Lexus führt traditionell Zuverlässigkeitsrankings an und bietet mit dem RX 500h einen ausgereiften Hybrid-Antrieb. Die Toyota-Hybrid-Technologie ist seit über 25 Jahren bewährt. Deutsche Premium-Hersteller wie BMW, Mercedes und Audi liegen im guten Mittelfeld, wobei einfachere Motorisierungen oft zuverlässiger sind als komplexe Plug-in-Hybride. Land Rover schneidet in Zuverlässigkeitsstudien regelmäßig schlechter ab, punktet aber mit exzellenter Geländetauglichkeit.

Lohnt sich ein Plug-in-Hybrid-SUV im Premiumsegment?

Plug-in-Hybride wie der BMW X5 xDrive45e oder Mercedes GLE 350 de lohnen sich besonders als Dienstwagen durch die günstige Versteuerung. Im Privatgebrauch rechnen sie sich nur, wenn man täglich elektrisch fahren kann und regelmäßig lädt. Bei Jahresfahrleistungen über 30.000 km und häufigem Anhängerbetrieb ist ein moderner Diesel oft die bessere Wahl. Die elektrische Reichweite von 90-110 km reicht für die meisten Alltagsfahrten aus.

Welcher Premium-SUV hat den größten Kofferraum?

Der Audi Q7 bietet mit 865 bis 2.050 Liter das größte Ladevolumen, gefolgt vom Land Rover Discovery mit 258 bis 2.406 Liter (bei umgeklappter dritter Reihe). Der Mercedes GLE liegt mit 630 bis 2.055 Liter gleichauf. Der sportliche Porsche Macan fällt mit 488 bis 1.503 Liter deutlich kleiner aus. Wichtig ist nicht nur das Volumen, sondern auch die Ladebreite und die Höhe der Ladekante für den Alltagsgebrauch.

Was ist die maximale Anhängelast bei Premium-SUV?

Die höchste Anhängelast bieten Audi Q7 und Mercedes GLE mit jeweils 3.500 kg (gebremst) bei Diesel-Motorisierung. Der BMW X5 schafft bis zu 2.700 kg, der Land Rover Discovery ebenfalls 3.500 kg. Der Porsche Macan liegt bei 2.400 kg, der Lexus RX bei 2.000 kg. Wichtig: Bei Plug-in-Hybriden sinkt die Anhängelast oft aufgrund des höheren Fahrzeuggewichts. Die Stützlast beträgt bei allen Modellen zwischen 80 und 100 kg.

Welcher Premium-SUV eignet sich am besten für Langstrecken?

Für Langstrecken empfiehlt sich der Mercedes GLE 400 d mit seinem komfortablen Fahrwerk, dem sparsamen Diesel und der geräuscharmen Kabine. Auch der BMW X5 mit Sechszylinder-Diesel überzeugt durch niedrigen Verbrauch und hohen Komfort. Der Lexus RX 500h punktet mit seinem ausgereiften Hybrid-System, das auch bei Autobahngeschwindigkeit effizient arbeitet. Entscheidend sind großer Tank, bequeme Sitze und gute Geräuschdämmung – hier liegen Mercedes und BMW vorn.